Einzelhandels-News

Gesetzestexte zur News-Übersicht Archiv

zurück zur Startseite

Aktuelle Informationen zum Bremer Einzelhandel

  
vom Dienstag, 03.04.2012 12:41
Achtung Abzocke! Unternehmensdatenbank.info u.a.

In der letzten Zeit wurden zahlreiche Unternehmen mit irreführenden, versteckten Zahlungsaufforderungen der „Unternehmensdatenbank.info “ konfrontiert. Dieser amtlich klingende Name soll die Unternehmen verleiten, ihre Daten in ein nicht amtliches Internet-Register einzutragen. Wenn Unternehmen diesem Trick zum Opfer fallen, indem sie das amtlich aussehende Fax ausgefüllt zurücksenden, fallen jährlich € 480,- Eintragungsgebühr an, bei einer Laufzeit von 2 Jahren. Die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung besteht nicht, da das Kleingedruckte die für einen Vertragsabschluss nötigen Hinweise enthält. Weitere bekannte unseriöse Anbieter sind u.A. das „BDAV Betriebsdatenarchiv“ sowie die „Gewerbedatenbank“. Wir raten Ihnen daher, unbekannten Werbe- oder Eintra-gungsangeboten sehr kritisch gegenüberzustehen, und sich im Zweifel in einer unserer Ge-schäftsstellen zu erkundigen.

Aus dem Kreis unserer Mitglieder haben wir außerdem von einer Firma namens „Gewerbe-auskunftszentrale“ erfahren, die ebenfalls Rechnungen für Einträge versendet, die einen amt-lichen Charakter vortäuschen.
  
vom Dienstag, 03.04.2012 12:35
Europäischer Zahlungsraum: Spielräume für deutsche Verfahren nutzen!
Der Handelsverband Deutschland fordert in einer gemeinsamen Stellungnahme mit anderen Verbänden die Bundesregierung auf, alle verfügbaren Optionen zur Erhaltung des Bezahlverfahrens mit EC-Karte und Unterschrift zu nutzen. Das in Deutschland beliebte elektronische Lastschriftverfahren (ELV) kann nach der Einführung eines europäischen Zahlungsraumes in seiner jetzigen Form noch bis zum 1. Februar 2016 weiterbetrieben werden. HDE-Experte Ulrich Binnebößel: „In der Übergangszeit muss die Kreditwirtschaft das europäische SEPA-Lastschriftverfahren entscheidend verbessern. Insbesondere bei der Anwendungsfreundlichkeit für Unternehmen, Organisationen und Konsumenten ist noch viel zu tun.“ Der HDE hatte bereits in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden bei der europäischen Bankenorganisation EPC Änderungen angemahnt. Auch der Bundestag hatte in einem Beschluss vom Mai 2011 die Kreditwirtschaft aufgefordert, ein Alternativverfahren zu entwickeln, das den Anforderungen der Nutzer besser entspricht.

Beim aktuellen Referentenentwurf für die Umsetzung der europäischen Richtlinie in Deutschland sieht der HDE ebenfalls noch Änderungsbedarf. Binnebößel: „Hier müssen neben dem ELV auch andere Lastschriftverfahren berücksichtigt werden.“ Neben dem sogenannten Abbuchungsauftragsverfahren, das vorwiegend im geschäftlichen Bereich genutzt wird, existieren bislang keine europäischen Lösungen für Lastschriften im Bereich unter 50 Euro, die vor allem bei Spenden und Kleinbetragszahlungen sowie bei Verträgen per Telefon oder Internet genutzt werden. „Hier brauchen wir vom Gesetzgeber längere Übergangsfristen. Dann steht die Kreditwirtschaft in der Pflicht, entsprechende Verfahren im Einklang mit der EU-Richtlinie zu entwickeln“, so Binnebößel.

  
vom Dienstag, 03.04.2012 12:34
Plastiktüten: Besteuerung oder Pfand unnötig!
Die Überlegungen von EU-Umweltkommissar Janesz Potocnik zu Pfand oder Steuern auf Plastiktüten gehen für Deutschland in eine völlig falsche Richtung. Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht keinen Anlass für eine derartige Regelung. „Deutsche Verbraucher sind Weltmeister im umweltbewussten Plastiktüten-Verbrauch“, so HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Im Vergleich zu anderen Ländern geben die deutschen Handelsunternehmen deutlich weniger Tüten ab. So verwendet jeder Verbraucher hierzulande im Schnitt pro Jahr ca. 65 Plastiktüten, US-Amerikaner dagegen das Fünffache. Die Zahl in Deutschland ist auch deshalb vergleichsweise niedrig, weil insbesondere Lebensmittelhändler Plastiktaschen schon heute nur gegen Entgelt abgeben, wobei der Preis meistens zwischen 10 und 30 Cent variiert. Durch diesen „Tütengroschen“ konnte der Verbrauch in Deutschland auch ohne gesetzliche Vorschriften deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus sind Plastiktüten in Deutschland von der Verpackungsordnung und dem Dualen System erfasst, so dass sie eingesammelt werden und nicht in der Landschaft landen.

Überhaupt sind Plastiktüten deutlich weniger umweltbelastend als oft verbreitet. Etwa drei Viertel der Konsumenten benutzen Einkaufstüten mehrfach. Die Plastiktüte ist kein Wegwerfprodukt. Die in Deutschland verwendeten Einkaufstüten bestehen zu einem großen Teil aus Recyclingplastik, das vollständig wiederverwertet werden kann. „Außerdem bietet der Einzelhandel seinen Kunden Alternativen zur Plastiktüte an: Die Verbraucher können in der Regel auch zu Papiertüten oder Stofftaschen greifen. Umweltbewusster geht es kaum,“ so Falk. „Eine einheitliche EU-Regelung für eine Steuer oder ein Pfand auf Plastiktüten macht keinen Sinn. Dafür sind die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern einfach zu unterschiedlich. In Deutschland haben wir da keinen Bedarf.“

  
vom Dienstag, 03.04.2012 12:33
HDE-Umfrage: Mangelnde schulische Vorbildung Top-Ausbildungshemmnis
Die unzureichende schulische Qualifikation ist das größte Hindernis bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen im Handel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 850 Betrieben. Demnach sieht die Hälfte der Befragten die Vorbildung der Jugendlichen als größten Mangel an. „Die Schulen und die Eltern müssen an dieser Stelle ihrer Verantwortung gerecht werden und den Jugendlichen das nötige Rüstzeug für den Einstieg ins Berufsleben mitgeben,“ so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Insgesamt ist das Bild aber gemischt: Offenbar trägt dazu die den Handel je nach Region sehr unterschiedlich treffende demografische Entwicklung bei.

Neben der mangelnden Qualifikation der Bewerber gibt es aber auch noch andere Hindernisse bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. So hat nach der HDE-Umfrage rund ein Drittel der Jugendlichen falsche Vorstellungen vom zu erlernenden Beruf. Eine eher untergeordnete Rolle spielen die Qualität und der Zeitaufwand für den Berufsschulunterricht sowie die Ausbildungskosten.

Gleichzeitig spürt der Handel zunehmend die Auswirkungen des demographischen Wandels. „Immer mehr Jugendliche können sich den richtigen Ausbildungsbetrieb aussuchen. Noch bis vor kurzem war die Lage genau umgekehrt. Jetzt kommt es im Konkurrenzkampf um knapper werdende Arbeitskräfte darauf an, dass die Handelsbetriebe sich als gute Ausbilder und Arbeitgeber präsentieren“, so Genth. Im Einzelhandel kommen mehr als 80 Prozent der Führungskräfte aus dem eigenen Nachwuchs. Das zeigt, wie wichtig qualifizierte Auszubildende für die Branche sind.
  
vom Freitag, 17.02.2012 12:27
Übergangsfrist für Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift
Das Europäische Parlament hat heute die SEPA-Verordnung angenommen. Damit steht fest, dass das elektronische Lastschriftverfahren (ELV), also das Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift, bis zum ersten Februar 2016 weiterhin möglich ist. Formell ist noch die Zustimmung des Ministerrats nötig. Zudem muss ein deutsches Begleitgesetz geschaffen werden.

Die SEPA-Verordnung sorgt für Planungssicherheit für alle Beteiligten. Bis 2016 müssen nun Alternativen für das heutige Verfahren gefunden sein. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Es ist gelungen, die Besonderheiten des Zahlungsverkehrs im Handel darzustellen und wichtige Änderungen des ursprünglichen Entwurfs zu erreichen. Jetzt ist die Kreditwirtschaft gefordert, die Anforderungen der Wirtschaft umzusetzen und auch nach dem Enddatum ein mit dem heutigen ELV vergleichbares Verfahren zu ermöglichen.“ Die heute beschlossene Verordnung stellt sicher, dass es auch im gemeinsamen Zahlungsraum keine gesetzlichen Hürden für den Weiterbetrieb des in Deutschland beliebten ELV-Verfahrens gibt. ELV ist insbesondere für den Handel ein wichtiges Instrument im Wettbewerb mit den bankengetriebenen Kartenzahlungsarten.

Der ursprüngliche Verordnungsentwurf beschrieb technische Anforderungen an künftige Lastschriften, die mit ELV nicht vereinbar waren. Mit der heute verabschiedeten Fassung ist nun zumindest ein Schritt getan, um das Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift im neuen europäischen Rahmen weiter betreiben zu können.
  
vom Freitag, 17.02.2012 12:25
Verdeckte Videoüberwachung - HDE setzt sich durch

Der Kampf des HDE für eine gesetzliche Regelung verdeckter Videoüberwachung bei Straftatverdacht im Rahmen des Beschäftigtendatenschutzgesetzes war erfolgreich. Die Koalition hat sich in der vergangenen Woche darauf verständigt, eine klare gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass Unternehmen bei Vorliegen eines konkreten Tatverdachts eine verdeckte Videoüberwachung bspw. zur Aufdeckung von Kassenmanipulationen einsetzen dürfen. Der ursprüngliche Gesetzentwurf der Koalition sah hingegen ein klares Verbot der verdeckten Videoüberwachung vor. Die verdeckte Videoüberwachung war bislang nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt und nur aufgrund der bisherigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts in Einzelfällen erlaubt.

Die Bundesregierung hatte klare Regelungen zum Beschäftigtendatenschutz vorgeschlagen nach einzelnen Vorfällen - auch in Einzelhandelsbetrieben -, bei denen die strengen Regelungen des Datenschutzes nicht eingehalten worden waren und teilweise wahllos Mitarbeiterdaten gesammelt wurden. Der strenge Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz wurde schon im Sommer 2010 vom Kabinett beschlossen und in den Bundestag eingebracht. Der Handelsverband Deutschland hatte seither in zahlreichen Gesprächen mit Abgeordneten und Ministeriumsvertretern klargemacht, dass ohne die Möglichkeit der verdeckten Videoüberwachung bestimmte Straftaten - bspw. Pfandmanipulationen, Retourenbetrug - nicht mehr ermittelt werden können und dies einen Freibrief für Straftäter in Unternehmen darstellen würde. Die Koalition hat auf die intensive Lobbyarbeit des Handelsverbandes Deutschland reagiert und sich nun darauf verständigt, dass eine verdeckte Videoüberwachung zulässig sein soll, wenn es hierzu eine Betriebsvereinbarung bzw. vorab Einwilligungen der Arbeitnehmer gibt. Die Änderungen am Gesetzentwurf, der auch noch weitere wesentliche Neuregelungen beim Beschäftigtendatenschutz enthält, sollen nun sehr schnell in einer Sitzung des zuständigen Bundestags-Innenausschusses eingebracht und das Gesetz dann im Bundestag verabschiedet werden. Der Handelsverband Deutschland wird hierüber informieren, sobald der Textentwurf vorliegt.
  
vom Mittwoch, 21.09.2011 10:40
GEZ-Gebühren: Neuregelung mit untragbaren Folgen
Der HDE lehnt das neue, voraussichtlich ab 2013 geltende Rundfunk-Gebührenmodell ab. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte heute in Berlin dazu: „Die neue Regelung ist untragbar. Die durchschnittliche Belastung je Einzelhandelsunternehmen wird bei vielen um das zwei- bis dreifache steigen. Die Staffelung des Rundfunkbeitrags nach Mitarbeiterzahl pro Betriebsstätte führt dazu, dass gleich große Unternehmen je nach Zahl ihrer Betriebsstätten oder Filialen künftig unterschiedlich viel zur Rundfunkfinanzierung beitragen müssen.“ Vielfach müssten dann Filialunternehmen trotz gleicher Mitarbeiterzahl wie Unternehmen mit einem Standort im Vergleich das fünf- bis zehnfache an Gebühren bezahlen. „Dies ist eine Diskriminierung von Unternehmen mit mehreren Standorten,“ so Genth.

Was das in der Praxis heißen kann, lässt sich am Beispiel der Handelskette Douglas erkennen. Nach der neuen Regelung müsste das Unternehmen ab 1. Januar 2013 monatlich 32.768,78 Euro für Rundfunkgebühren bezahlen. Bislang liegen die entsprechenden Gebühren bei monatlich 5806,56 Euro. Das würde eine Steigerung um 464 Prozent bedeuten. Genth: „Die massive Benachteiligung von Unternehmen mit einer hohen Anzahl an Filialen ist so nicht hinnehmbar. Der HDE wird sich hier auch weiterhin auf allen politischen Ebenen gegen diesen Unsinn einsetzen!“

Nachdem der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag durch die Ministerpräsidenten der Länder im Dezember 2010 unterzeichnet worden ist, muss dieser nun von allen Landesparlamenten ratifiziert werden.

  
vom Dienstag, 10.05.2011 11:03
Generationenfreundlich: Immer mehr Geschäfte ausgezeichnet
Über 700 Einzelhandelsgeschäfte in ganz Deutschland sind bereits nach dem Qualitätszeichen ‚Generationenfreundliches Einkaufen’ zertifiziert und können damit werben, dass sie ‚Ausgezeichnet Generationenfreundlich’ sind. Das ist die erfreuliche Bilanz des Projektes, für das vor genau einem Jahr der Startschuss von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und dem Präsidenten des Handelsverbands HDE, Josef Sanktjohanser, in Berlin gegeben wurde.

„Diese Bilanz ist überaus positiv“, zeigte sich HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, zufrieden, „vor allem wenn man bedenkt, dass vor einem Jahr erst einmal alle unsere Verbände informiert und Prüfer für die Zertifizierungen geschult werden mussten. Jetzt sind wir als Einzelhandelsorganisation deutschlandweit bereit, alle Geschäfte nach den insgesamt 58 Kriterien für das Qualitätszeichen zu zertifizieren.“

Die Prüfung nach dem Qualitätszeichen kann jedes Einzelhandelsunternehmen beantragen, das sich aktiv auf den demografischen Wandel und die damit veränderten Wünsche der Kundschaft einstellt. Egal ob Kauf- oder Warenhaus, Fach- oder Verbrauchermarkt, inhabergeführtes Fachgeschäft oder auch Einkaufszentrum - das Qualitätszeichen kann grundsätzlich jedes Geschäft, aus jeder Branche und an jedem Standort erwerben. Während großflächigere Betriebe aufgrund der Fläche vor allem den Kriterien nach Übersichtlichkeit, Breite der Gehwege, Sitz- und Ruhemöglichkeiten zumeist gut entsprechen, punkten die kleinen und mittleren Unternehmen vor allem durch hohe Servicequalität. „In der Praxis erleben wir hier, dass der Einzelhandel sehr viel unternimmt, um seinen Kunden zu helfen und den Einkauf so bequem wie möglich zu machen“, beschrieb Genth. „Hol- und Bringdienste, Änderungs- und Verpackungsservices, kleine Boni und Goodies für Kinder gehören bei vielen Händlern zum Standard.“

Die Initiative zum Projekt, für das sich neben dem Bundesfamilienministerium und dem HDE viele weitere Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft engagieren, kam aus dem Einzelhandel selbst. Genth: „Schließlich sichern sich Unternehmen, die sich bereits frühzeitig Gedanken über notwendige Anpassungen infolge der demografischen Veränderungen der Kundschaft machen, einen echten Wettbewerbsvorteil.“ Nach dem Qualitätszeichen zertifizierte Unternehmen sind an dem orangefarbenen Aufkleber mit der weißen Einkaufstüte auf Rädern erkennbar. Er signalisiert allen Kunden, dass der Einkauf stressfrei und bequem ist.

„Aber es geht nicht nur um den Einzelhandel allein“, sagte Genth. „In vielen Regionen, in denen der Handel diese Initiative angestoßen hat, wird bereits an anderen Stellen neu und intensiver über die ‚Generationenfreundlichkeit’ nachgedacht, zum Beispiel in den Bereichen öffentlicher Flächen und Gebäude, Personennahverkehr, aber auch in anderen Branchen wie Industrie und Tourismus.“
script by artmedic webdesign